
Im Jahre 1920 gründeten Hiddeser Bürger den
Wanderverein "Waldeslust". Wanderungen in die freie Natur waren von
Gesang und Zupfmusik begleitet. So war dies auch bei dem Touristenverein "Die Naturfreunde"
in Detmold. Beide Vereine hatten leistungsfähige Musikgruppen, die sich zur
Pflege und Erhaltung der Volksmusik am 1. April 1933 zum
Mandolinenverein Hiddesen zusammenschlossen.
Im Sommer des Gründungsjahres konnte schon ein Konzert im Café "Thusnelda"
gegeben und im August das erste Heidefest in der Pferdeheide durchgeführt werden.
Die Musizierfreudigkeit hatte inzwischen stark zugenommen. Der Verein brachte es zu guten musikalischen Leistungen, beteiligte sich an vielen öffentlichen
Veranstaltungen und führte alljährlich in der "Frischen Quelle" ein Konzert
durch, verbunden mit kleinen Theateraufführungen und anderen volkstümlichen
Unterhaltungen.

Der 1939 beginnende Krieg brachte das so hoffnungsvolle Vereinsleben zum
Erliegen. Mit ihrem Vorsitzenden Franz Klöpper kamen erstmals im Mai 1946 wieder
einige Musikfreunde im Hiddeser Hof zusammen um gemeinsam zu musizieren.
Der Neubeginn war recht bescheiden. 14 Musikfreunde waren gefallen oder
vermisst. Das Vereinsleben erholte sich.
Die Veranstaltungen wurden nun wieder regelmäßig durchgeführt. So konnte im
August 1949 das beliebte Heidefest veranstaltet werden. Mit Pferdewagen und
Mandolinenmusik ging es zur Pferdeheide am Donoperteich. Auch das erste
Frühlingskonzert 1950 in der "Frischen Quelle" fand wieder ein vielfältiges
Echo. Im Oktober 1952 unterstützte der Verein den Hiddeser Kirchenchor bei einem Konzert.
Der Chorleiter Otto Knappik, war anschließend bereit, der Bitte des
Vereins nachzukommen, auch die musikalische Leitung des Mandolinenvereins
zu übernehmen. Damit hatte der Verein nun eine dauerhaft musikalische Leitung,
was sich bald sehr positiv auf das gesamte Vereinsleben auswirkte.

Sinn und Zweck des Mandolinenvereins war von Anfang an, durch Musik, Gesang und
Geselligkeit Lebensfreude zu vermitteln, und zwar nicht nur innerhalb des
Vereins, sondern auch durch Weitergeben der eigenen Freude an die
verschiedensten Kreise der Bevölkerung.
Im April 1983 wurde das 50jährige Vereinsjubiläum mit vier befreundeten Zupforchestern
auf einem großen Festkonzert gefeiert. Alle Beteiligten erinnern sich gerne
an das gemeinsame Musikstück "La festa splendora" mit 150 Zupfmusikern auf der
Bühne.

Seit August 1989 wurden mit dem Dirigenten
Herrn Hans-Joachim Jankowiak vermehrte Anstrengungen unternommen, um die
musikalische Leistungssteigerung zu erhalten und weiter zu fördern. Auch die
Jugendarbeit konnte durch zusätzliche Bemühungen verbessert werden.
Im Jahre 1998 wurde der Name des Vereins der Entwicklung des Orchesters angepasst und der neue Vereinsname:
Mandolinenorchester Detmold-Hiddesen eingeführt.
Die konsequenten Bemühungen die musikalische Qualität des Orchesters zu steigern
führten dazu, dass im Herbst 2001 die erste CD
"Mandolinenträume" der Öffentlichkeit präsentiert
werden konnte. Ebenso konnte aus den Reihen des Orchesters eine Gitarrengruppe
gebildet werden, die das abwechslungsreiche musikalische Programm des Orchesters
erweitert.
Trotz aller Bemühungen geht das heutige Multimedia-Zeitalter auch nicht spurlos am
Vereinsleben des Orchesters vorbei, da die Nachwuchsgewinnung sich zunehmend schwieriger gestaltet.
Durch die enge Verbundenheit der Mitglieder konnte jedoch das Vereinsleben auch in den Zeiten ohne
Dirigent aufrechterhalten werden. Seit April 2008 ist das Orchester in der glücklichen Lage mit Maya Sampson
(Studium Gitarre in Tel Aviv / z.Z. Studium Tonmeisterin in Detmold) eine fachlich versierte
Dirigentin für die musikalische Leitung gewonnen zu haben. Da Sie Ihre Arbeit als Dirigentin mit
jungen frischen Elan aufgenommen hat, erhofft sich das Orchester neue Impulse für die Zukunft.
Wir wünschen uns, dass es weiterhin
gelingt, die Zupfmusik zu fördern und zu erhalten. In diesem Bestreben ist der
Verein mannigfaltig engagiert. Er musiziert außer bei
den eigenen Konzerten seit vielen Jahren in Altenheimen, bei örtlichen
Veranstaltungen, Weihnachtsfeiern und Kurkonzerten. Die
enge Beziehung zur Detmolder Naturfreundegruppe und die Geselligkeit innerhalb
des Vereins wird groß geschrieben: Vereinsfahrten, Grillfeste, Kegeln oder
auch familiäre Feiern haben ihren Platz.